Die Hoffnungsträgerinnen

Ausbildungsprogramm für Hebammen in Afghanistan

Bereits in den Jahren 1987–1989 hat Cap Anamur in Afghanistan medizinisch gearbeitet. Seit dem Jahr 2001 wurden zum Beispiel 35 Schulen gebaut, ein Distrikthospital und zahlreiche Gesundheitsstationen sowie die Infrastruktur verbessert durch Straßen-und Brückenbauten. In Herat, der drittgrößten Stadt im Westen Afghanistans, arbeitet die deutsche NGO (Nicht-Regierungs-Organisation) seit 2009. Dort wird der Schwerpunkt auf die Ausbildung von Hebammen und die Verbesserung der medizinischen Versorgung gelegt. Die Gesundheitsversorgung ist nach drei Jahrzehnten Krieg vielerorts katastrophal, es gibt nicht genug Geburtsstationen und Fachpersonal. Afghanistan ist das Land mit der höchsten Müttersterblichkeit weltweit.

»Diese Frauen können die Welt nicht von heute auf morgen ändern. Aber sie leisten einen sehr wichtigen Beitrag, wenn sie mit ihrem Wissen in ihre unterversorgten Heimatdörfer zurückkehren und dort vorleben, dass Bildung von Frauen wichtig ist, manchmal sogar lebenswichtig.« (Auszug, Pressetext, Cap Anamur)

Im Januar eröffnete der Geschäftsführer von Cap Anamur, Bernd Göken in Shade ein kleines Krankenhaus. Das Einzugsgebiet umfasst 13 Dörfer mit insgesamt 45.000 Menschen. Jeden Tag kommen rund 200 Patienten in das neue Krankenhaus, die nächstgelegene Klinik liegt im 60 Kilometer entfernten Herat. Bei der feierlichen Einweihung bedankten sich die Menschen bei Cap Anamur und den Spendern aus Deutschland.

Links:

Cap Anamur
Artikel in der NW vom 24.03.2012
Artikel im Westfalenblatt vom 12.04.2012