„WIR SIND EINS!“ Warum wir trotz aller Probleme nicht den Kopf in den Sand stecken sollten!

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Es sagt sich sicher immer so einfach, aber manchmal wird es mir auch zuviel. Die Chaosmeldungen aus Richtung Rechts überschlagen sich im Moment! Aber es gibt zum Glück auch immer wieder mutmachende Beispiele!

Hier 2 Beispiele, die mich sehr nachdenklich stimmen:
1) Da überlegen sich jüdische Mitglieder der AFD (geht sowas überhaupt?) einen eigenen Ableger innerhalb der AFD zu gründen!?
2) Online will die AFD in Berlin Lehrer an den Pranger (in Hamburg gibt es das anscheinend schon) stellen, die sich gegenüber der AFD kritisch äußern!?

Hier 2 Beispiele, die mir Mut machen:
1) Am letzten Sonntag war im Forum des Museum Marta ein reformierter Gottesdienst zum Thema Labyrinth. Die Predigt hielt der Pfarrer  zum Thema „Freiheit“. Es ging dabei viel über den Wert von Freiheit. Dabei prangerte er auch die AFD an, die seiner Meinung nach extrem gefährlich ist für unserere Demokratie!
2) Ein klasse Video der Aktion „100% Mensch“, wo genau dies alles musikalisch hervorragend auf den Punkt gebracht wird. Unbedingt anschauen und teilen!

P.S. 1: Sie landen bei dem Link zwar auf Facebook, können sich das Video aber trotzdem anschauen, ohne sich zu registrieren. Klicken Sie dann einfach unten auf den Button „jetzt nicht“.

P.S. 2: Zum Schluß noch etwas ganz Persönliches! Wenn Sie Wähler oder Sympathisant der AFD sind, besuchen Sie bitte nicht weiter meine Seite. Ich will mit Ihnen nichts zu tun haben!

 

Einladung zu meiner Ausstellung: ANTLITZ-GESICHTER DIESER WELT

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Ab sofort ist meine neue Ausstellung: „ANTLITZ –Gesichter dieser Welt“ im HudL, Haus unter Linden 12, 32052 Herford zu besichtigen. Die Ausstellung ist im ganzen Haus verteilt, im Erdgeschoss und im kompletten Flur. Meine Ausstellung ist Teil des Inklusiven Kultur Marktes, der dies Jahr am Sonntag, den 9. September mit ganz vielen Veranstaltungen stattfindet.

Ich werde am Sonntag auch 2 Vorträge über meine Arbeit halten und zwar um 13.15 Uhr und um 15.30 Uhr im HudL (Gruppenraum im Erdgeschoß). Dazu lade ich Sie hiermit herzlich ein!

Geöffnet ist das HudL sonst jeden Tag zu den üblichen Öffnungszeiten. Die Ausstellung hängt dort bis zum 9.Oktober. Alle Fotografien sind in einer limitierten Auflage von 10 Stück auch käuflich (Autorenprint auf Hahnemühle Finerartpapier 325 gr, signiert, mit Schrägschnitt Passepartout und gerahmt) zu erwerben!

Demo gegen Rechts in Chemnitz: #wirsindmehr

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Es wird Zeit, dass Wir zusammen Flagge zeigen gegen Rechts! Am Montag findet in Chemnitz eine große Demo statt gegen Rechts, es spielen mehrere Bands, unter anderem auch „Die Toten Hosen“, die bereits 1993 in ihrem Lied „Willkommen in  Deutschland“ folgendes formulierten:

„Dies ist das Land, in dem so viele schweigen, wenn Verrückte auf die Straße gehen, um der ganzen Welt und sich selbst zu beweisen, dass die Deutschen wieder die Deutschen sind. Diese Provokation, sie gilt mir und dir, denn auch du und ich, wir kommen von hier…. Es ist auch dein Land, komm wir zeigen, es leben auch andere Menschen hier.“

„Wir müssen vom Sofa hochkommen und den Mund aufmachen“ fordert auch Heiko Maas, Bundesminister des Auswärtigen im Kabinett Merkel in seiner Rede zu den Vorfällen in Chemnitz.

Mir ist gestern ein altes Tagebuch in die Hände gefallen aus dem Jahr 1982. In dieser Zeit studierte ich in Bielefeld Fotografie und fuhr Nachts Taxi, um mein Studium zu finanzieren. Ich habe diesen Job sehr gerne gemacht, man lernte viele Menschen kennen! Allerdings wurden viele Kollegen mit Migrationshintergund oft übelst angepöbelt, beschimpft und sogar bedroht. Aus unserer Taxizentrale wurde mir berichtet, daß es Kunden gab, die ein „deutsches Auto“ mit einem „deutschen Fahrer“ bestellen wollten.

Was können wir zusammen gegen das rechte Pack unternehmen?

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Gestern habe ich einen klasse Kommentar zu den Krawallen in Chemnitz gelesen bei Facebook, veröffentlicht von dem Journalisten Hasnain Kazim (Korrespondent Der Spiegel):

„Mehrere Leute raten Menschen mit Migrationshintergrund, Sachsen derzeit zu meiden. Es sei zu gefährlich. Ich empfinde nicht nur Sachsen, sondern weite Teile Ostdeutschlands schon seit Jahren als unangenehm bis gefährlich für Menschen, die nicht weiß sind. Aber jetzt, da wieder mal asoziales Pack durch die Straßen rennt und „Raus aus unserer Stadt!“ und „Frei, sozial und national!“ brüllt, sage ich: Forget it. Ich rate: Wir sollten alle nach Sachsen gehen! Ihr, die ihr auf den Straßen herumschreit, seid nicht das Volk, ihr seid das Pack. Und eher verschwindet ihr, aber wir ganz gewiss nicht.“

Demokraten stellen sich die Frage, was man denn eigentlich unternehmen kann? Die Antwort von Hasnain Kazim gefällt mir, weil sie uns in die Pflicht nimmt. Hingehen und nicht die Straßen denen überlassen! Also-wann treffen wir uns?

Bitte um Mithilfe bei Foto-Wettbewerb!

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Ich habe eine große Bitte an Sie! Seit vielen Jahren veranstaltet die Agentur Newsaktuell (DPA) den Presse-Bild Award. Die Hilfsorganisation Cap Anamur schickt dazu jedes Jahr aktuelle Motive meiner Arbeit ein. Dies Jahr haben es sogar 2 Motive in die finale Auswahl geschafft. Und jetzt kommen Sie ins Spiel! Per Onlineabstimmung werden nun die jeweils ersten 3 Gewinner ermittelt. Letztes Jahr habe ich bereits in der Kategorie Porträt den 3. Platz gemacht.

Hier ist der Link zur Abstimmung:    https://www.pr-bild-award.de/

Wäre klasse, wenn Sie mithelfen würden! Dankeschön! Sie dürfen übrigens nur in 1 Kategorie abstimmen, meine Motive (siehe oben) sind in Porträt (Mutter und Kind) und NGO-Foto (Träger) zu finden. Beide Motive sind übrigens 2017 in Bangladesch in den Flüchtlingslagern der Rohingyas entstanden.

 

Die Welt ist im Umbruch!

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    Migranten an der Grenzmauer Mexiko/USA, 1993. Foto: Jürgen Escher/Adveniat

Hier nochmal ein Zitat zum Nachdenken, übrigens von dem Zeichner Ralph Ruthe: „Es gibt sehr viel Krisen auf diesem Planeten und deshalb flüchten Menschen. Unser Lebensstil, die Art und Weise wie wir damit arme Länder noch ärmer machen, wird immer mehr Menschen dazu zwingen, zu flüchten und nach Europa zu kommen. Im Biergarten zu sitzen, sich an seinem Weizenglas festzukrallen und bockig „Solche wolln wir hier nicht“ zu pöbeln, wird nichts an der Situation ändern – es wird sie langfristig nur verschlechtern. Die Welt ist im Umbruch. Dinge verändern sich: das Wetter, die Umwelt, der Abstand zwischen Arm und Reich. Manchen Menschen macht Veränderung Angst, und wenn man Angst hat, tut man extreme und dumme Dinge. Faschisten wählen zum Beispiel. Aber die nutzen die Situation nur aus, um Macht zu gewinnen. Sie bieten keine Lösungen. Menschen ertrinken zu lassen ist jedenfalls ganz sicher keine. Und welche „Werte“ vertreten wir bitte, wenn wir ohne Protest akzeptieren, dass so etwas in unserem Namen geschieht? Wir müssen uns ändern, die Politik muss sich ändern. Abschottung wird uns nicht weiter bringen. Wir müssen menschlicher werden, emphatischer, fantasievoller. Und wir müssen auf der Straße und in den sozialen Medien laut, freundlich und deutlich zeigen, dass wir eine Veränderung wollen. Nur dann kann es weiter gehen und für alle gut werden.“ Zitat von Ralph Ruthe, ruthe.de

Europa schliessen wegen moralischer Insolvenz

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Rettungsaktion von Boatpeople, Schiff Cap Anamur 2, Südchinesisches Meer 1986. Foto: Jürgen Escher/Cap Anamur

Mal wieder ein unglaublich wichtiges Zitat, dem ich nichts hinzufügen muss:

Wenn 500 Millionen Europäer keine 5 Millionen oder mehr verzweifelte Flüchtlinge aufnehmen können, dann schließen wir am besten den Laden Europa wegen moralischer Insolvenz“

Norbert Blüm, ehemaliger Bundessozialminister in einem Interview in der ARD.

Neues Buch »Grafittiprojekt Herford« erschienen

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Es gibt immer mal wieder so kleine, feine Projekte, die man von der Idee, der Fotografie und der Gestaltung – ohne große Einflussnahme der Auftraggeber realisieren darf! Es sind für mich immer sehr wichtige Projekte, weil ich als Ideengeber, Autor, Fotograf und Gestalter ernstgenommen werde und dann natürlich auch mein Bestes gebe. Jetzt ist wieder so ein Projekt als Buch erschienen. Auftraggeber war Erhard Krull vom Verein „Rad und Tat“. Erhard engagiert sich mit seinem Verein seit fast 10 Jahren ehrenamtlich für Flüchtlinge, Strafgefangene, Alte Menschen, er unterstützt Gesundheits-Projekte in Tansania usw. Über 150.000 € hat er in den Jahren an Spendengeldern gesammelt und sinnvoll investiert. Sein neuestes Projekt habe ich jetzt dokumentiert und das Buch „Grafittiprojekt Herford“ ist gerade erschienen. Ein namhafter Grafittikünstler (Sponk) hat mit seinem Assistenten Julian und in enger Zusammenarbeit mit Häftlingen und Flüchtlingen im Auftrag vom Verein „Rad und Tat“ bereits 15 Trafokästen sowohl mit historischen Motiven als auch mit Naturmotiven besprayt.

Die Startauflage des Buches sind erstmal 100 Exemplare, es hat 100 Seiten Inhalt (toll gedruckt in SW und Farbe) im Format DIN A5 quer mit Softcover. Das Buch kostet nur 15,- €. Es ist telefonisch bestellbar bei Erhard Krull (0175/1411290) oder es kann beim Schuhhaus Tscheche (Dank an Niko) am Alten Markt in Herford direkt gekauft werden. Der Reinerlös des Buches fließt wieder zurück in Projekte in OWL oder in Tansania.

Heute haben wir es der Presse vorgestellt, am Samstag werden dazu Artikel in der Herforder Presse erscheinen. Erhard Krull wird im August wieder nach Tansania fliegen und zusammen mit Walter Rausch (Tansania AG am Friedrichsgymnasium/Schuhputzaktionen in der Innenstadt/Basare) medizinische Projekte besuchen. Ein Beispiel für sinnvolle Hilfe: die Krankenversicherung für eine vierköpfige Familie kostet im Jahr 80,- €.

Mit dem Kauf eines Buches unterstützen Sie also auch die Arbeit vom Verein „Rad und Tat“. Also nix wie hin und Bücher kaufen! Eignet sich auch hervorragend als Geschenk!

Es geht schlicht um ein Mindestmass an Zivilisiertheit….

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Ich müsste es viel öfter machen! Mein Maul aufreissen und meine Wut oder Ohnmacht rausschreien. Die letzten Wochen habe ich als Bürger dieses Landes schwer ertragen können. Da werden Menschen in Not benutzt von Politikern für ihre Machtspielchen, die jedes Augenmaß verloren haben und denen das soziale und christliche Denken (CSU) komplett abhanden gekommen ist.

Aber ich bin ein Mann des Bildes und nicht so sehr der Worte. Mit meinen Fotos kann ich lachen, schreien, weinen oder wütend sein- mit Worten tue ich mich da viel schwerer. Aber es gibt ja gute Wortakrobaten. Hier ist mal wieder so ein Beispiel:

»Es geht nicht um unterschiedliche Auffassungen, wie man mit Migranten- und Flüchtlingsbewegungen umgehen soll. Es geht nicht darum, dass man nicht alle aufnehmen kann. Es geht schlicht um ein Mindestmaß an Zivilisiertheit: Wer gerade dabei ist, zu ertrinken, der ist weder Flüchtling noch Migrant, der ist weder Afrikaner noch Europäer, weder Muslim noch Christ, der ist ein Mensch, der gerade dabei ist, zu ertrinken, und man muss alles unternehmen, um ihn zu retten.« Süddeutsche Zeitung Magazin, Facebook

Hat übrigens schon vor langer Zeit so ähnlich Heinrich Böll geschrieben! Wenn die Humanität keine Rolle mehr spielt, ist es mit unserer Demokratie bald vorbei. Überlassen wir bitte unser Land nicht den rechten Dumpfbacken der AFD und Konsorten!

Afrikatag am TMG-Vortrag im Gymnasium in Daun

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Gestern war ich in der Eifel,und zwar am Thomas-Morus-Gymnasium in Daun, und habe vor 350 Schülern und Schülerinnen etwas über unser neuestes Projekt »TSHUKUDU- Transporteure zwischen den Welten«erzählen dürfen. Das TMG veranstaltet jährlich einen Afrikatag und hat eine Partnerschule in Ruanda. Jegliches Engagement in dieser Richtung ist absolut wichtig, damit die Kinder und Jugendlichen einmal den Spiegel vorgehalten bekommen. Klasse Schule, engagiertes Kollegium und  aufmerksame Schüler und Schülerinnen.

Foto oben: Während meines Vortrags im TMG © Dominik Scheidt/ Foto Nieder