Bitte um Mithilfe bei Foto-Wettbewerb!

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Ich habe eine große Bitte an Sie! Seit vielen Jahren veranstaltet die Agentur Newsaktuell (DPA) den Presse-Bild Award. Die Hilfsorganisation Cap Anamur schickt dazu jedes Jahr aktuelle Motive meiner Arbeit ein. Dies Jahr haben es sogar 2 Motive in die finale Auswahl geschafft. Und jetzt kommen Sie ins Spiel! Per Onlineabstimmung werden nun die jeweils ersten 3 Gewinner ermittelt. Letztes Jahr habe ich bereits in der Kategorie Porträt den 3. Platz gemacht.

Hier ist der Link zur Abstimmung:    https://www.pr-bild-award.de/

Wäre klasse, wenn Sie mithelfen würden! Dankeschön! Sie dürfen übrigens nur in 1 Kategorie abstimmen, meine Motive (siehe oben) sind in Porträt (Mutter und Kind) und NGO-Foto (Träger) zu finden. Beide Motive sind übrigens 2017 in Bangladesch in den Flüchtlingslagern der Rohingyas entstanden.

 

Die Welt ist im Umbruch!

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    Migranten an der Grenzmauer Mexiko/USA, 1993. Foto: Jürgen Escher/Adveniat

Hier nochmal ein Zitat zum Nachdenken, übrigens von dem Zeichner Ralph Ruthe: >Es gibt sehr viel Krisen auf diesem Planeten und deshalb flüchten Menschen.
Unser Lebensstil, die Art und Weise wie wir damit arme Länder noch ärmer machen, wird immer mehr Menschen dazu zwingen, zu flüchten und nach Europa zu kommen. Im Biergarten zu sitzen, sich an seinem Weizenglas festzukrallen und bockig „Solche wolln wir hier nicht“ zu pöbeln, wird nichts an der Situation ändern – es wird sie langfristig nur verschlechtern.
Die Welt ist im Umbruch. Dinge verändern sich: das Wetter, die Umwelt, der Abstand zwischen Arm und Reich. Manchen Menschen macht Veränderung Angst, und wenn man Angst hat, tut man extreme und dumme Dinge. Faschisten wählen zum Beispiel. Aber die nutzen die Situation nur aus, um Macht zu gewinnen. Sie bieten keine Lösungen. Menschen ertrinken zu lassen ist jedenfalls ganz sicher keine. Und welche „Werte“ vertreten wir bitte, wenn wir ohne Protest akzeptieren, dass so etwas in unserem Namen geschieht?
Wir müssen uns ändern, die Politik muss sich ändern. Abschottung wird uns nicht weiter bringen. Wir müssen menschlicher werden, emphatischer, fantasievoller. Und wir müssen auf der Straße und in den sozialen Medien laut, freundlich und deutlich zeigen, dass wir eine Veränderung wollen. Nur dann kann es weiter gehen und für alle gut werden.<Zitat von Ralph Ruthe, ruthe.de

Europa schliessen wegen moralischer Insolvenz

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Rettungsaktion von Boatpeople, Schiff Cap Anamur 2, Südchinesisches Meer 1986. Foto: Jürgen Escher/Cap Anamur

Mal wieder ein unglaublich wichtiges Zitat, dem ich nichts hinzufügen muss:  >Wenn 500 Millionen Europäer keine 5 Millionen oder mehr verzweifelte Flüchtlinge aufnehmen können, dann schließen wir am besten den Laden Europa wegen moralischer Insolvenz< Norbert Blüm, ehemaliger Bundessozialminister in einem Interview in der ARD.

Neues Buch »Grafittiprojekt Herford« erschienen

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Es gibt immer mal wieder so kleine, feine Projekte, die man von der Idee, der Fotografie und der Gestaltung – ohne große Einflussnahme der Auftraggeber realisieren darf! Es sind für mich immer sehr wichtige Projekte, weil ich als Ideengeber, Autor, Fotograf und Gestalter ernstgenommen werde und dann natürlich auch mein Bestes gebe. Jetzt ist wieder so ein Projekt als Buch erschienen. Auftraggeber war Erhard Krull vom Verein „Rad und Tat“. Erhard engagiert sich mit seinem Verein seit fast 10 Jahren ehrenamtlich für Flüchtlinge, Strafgefangene, Alte Menschen, er unterstützt Gesundheits-Projekte in Tansania usw. Über 150.000 € hat er in den Jahren an Spendengeldern gesammelt und sinnvoll investiert. Sein neuestes Projekt habe ich jetzt dokumentiert und das Buch „Grafittiprojekt Herford“ ist gerade erschienen. Ein namhafter Grafittikünstler (Sponk) hat mit seinem Assistenten Julian und in enger Zusammenarbeit mit Häftlingen und Flüchtlingen im Auftrag vom Verein „Rad und Tat“ bereits 15 Trafokästen sowohl mit historischen Motiven als auch mit Naturmotiven besprayt.

Die Startauflage des Buches sind erstmal 100 Exemplare, es hat 100 Seiten Inhalt (toll gedruckt in SW und Farbe) im Format DIN A5 quer mit Softcover. Das Buch kostet nur 15,- €. Es ist telefonisch bestellbar bei Erhard Krull (0175/1411290) oder es kann beim Schuhhaus Tscheche (Dank an Niko) am Alten Markt in Herford direkt gekauft werden. Der Reinerlös des Buches fließt wieder zurück in Projekte in OWL oder in Tansania.

Heute haben wir es der Presse vorgestellt, am Samstag werden dazu Artikel in der Herforder Presse erscheinen. Erhard Krull wird im August wieder nach Tansania fliegen und zusammen mit Walter Rausch (Tansania AG am Friedrichsgymnasium/Schuhputzaktionen in der Innenstadt/Basare) medizinische Projekte besuchen. Ein Beispiel für sinnvolle Hilfe: die Krankenversicherung für eine vierköpfige Familie kostet im Jahr 80,- €.

Mit dem Kauf eines Buches unterstützen Sie also auch die Arbeit vom Verein „Rad und Tat“. Also nix wie hin und Bücher kaufen! Eignet sich auch hervorragend als Geschenk!

Es geht schlicht um ein Mindestmass an Zivilisiertheit….

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Ich müsste es viel öfter machen! Mein Maul aufreissen und meine Wut oder Ohnmacht rausschreien. Die letzten Wochen habe ich als Bürger dieses Landes schwer ertragen können. Da werden Menschen in Not benutzt von Politikern für ihre Machtspielchen, die jedes Augenmaß verloren haben und denen das soziale und christliche Denken (CSU) komplett abhanden gekommen ist.

Aber ich bin ein Mann des Bildes und nicht so sehr der Worte. Mit meinen Fotos kann ich lachen, schreien, weinen oder wütend sein- mit Worten tue ich mich da viel schwerer. Aber es gibt ja gute Wortakrobaten. Hier ist mal wieder so ein Beispiel:

»Es geht nicht um unterschiedliche Auffassungen, wie man mit Migranten- und Flüchtlingsbewegungen umgehen soll. Es geht nicht darum, dass man nicht alle aufnehmen kann. Es geht schlicht um ein Mindestmaß an Zivilisiertheit: Wer gerade dabei ist, zu ertrinken, der ist weder Flüchtling noch Migrant, der ist weder Afrikaner noch Europäer, weder Muslim noch Christ, der ist ein Mensch, der gerade dabei ist, zu ertrinken, und man muss alles unternehmen, um ihn zu retten.« Süddeutsche Zeitung Magazin, Facebook

Hat übrigens schon vor langer Zeit so ähnlich Heinrich Böll geschrieben! Wenn die Humanität keine Rolle mehr spielt, ist es mit unserer Demokratie bald vorbei. Überlassen wir bitte unser Land nicht den rechten Dumpfbacken der AFD und Konsorten!

Afrikatag am TMG-Vortrag im Gymnasium in Daun

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Gestern war ich in der Eifel,und zwar am Thomas-Morus-Gymnasium in Daun, und habe vor 350 Schülern und Schülerinnen etwas über unser neuestes Projekt »TSHUKUDU- Transporteure zwischen den Welten«erzählen dürfen. Das TMG veranstaltet jährlich einen Afrikatag und hat eine Partnerschule in Ruanda. Jegliches Engagement in dieser Richtung ist absolut wichtig, damit die Kinder und Jugendlichen einmal den Spiegel vorgehalten bekommen. Klasse Schule, engagiertes Kollegium und  aufmerksame Schüler und Schülerinnen.

Foto oben: Während meines Vortrags im TMG © Dominik Scheidt/ Foto Nieder

Afrika hilft sich selbst–Versteigerung afrikanischer Kunstwerke zugunsten von Cap Anamur

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Gestern fand im Grillo- Theater in Essen eine Versteigerung afrikanischer Kunstwerke aus der Sammlung von Bernd Kleine-Gunk statt. Es kamen für 10 Kunstwerke über 12.000,- € zusammen, die komplett in die humanitäre Arbeit der Hilfsorganisation Cap Anamur fliessen. Auftritte  der senegalesischen Band Tam-Tam d´Afrique und des äthiopischen Artisten Tameru Zegeye brachten das nötige Afrika–Feeling in die gelungene Veranstaltung.

Foto: Der Sammler Dr. med. Bernd Kleine-Gunk erzählt zu jedem Kunstwerk die Hintergründe © Jürgen Escher/Cap Anamur

Unterwegs auf dem 101. Katholikentag in Münster

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Die letzte Woche war ich unterwegs für das Lateinamerika Hilfswerk Adveniat auf dem 101. Katholikentag in Münster. Über 90.000 Besucher in einer tollen Stadt bei super Wetter! Ich habe es sehr genossen; viele tolle Begegnungen und Gespräche gehabt.

Am Freitagabend war Münster fest in der Hand der kolumbianischen Gruppe La Mamba Negra, die auf Einladung von Adveniat am Aasee ein kostenloses Openair–Konzert gab.

Ich arbeite jetzt bereits seit mehr als 29 Jahren für Adveniat. Lateinamerika (für Adveniat) und Afrika (für andere Hilfswerke) sind meine beiden Lieblingskontinente-vor allem wegen der fantastischen Menschen.

Weiter geht es – die Werbung für unser Buch »TSHUKUDU« rollt an!

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Tshukudu in den Photonews

Nachdem das fotoforum in seiner aktuellen Ausgabe uns sogar die Titelgeschichte einräumte, stellt jetzt in der aktuellen Zeitung für Photographie »Photonews« (Druckausgabe Nr. 5/18) der Fotohistoriker Dr. Enno Kaufhold unser neues Buch »Tshukudu – Transporteure zwischen den Welten« vor.

»… Es sind Bilder wie diese und Bücher wie dieses, die die Tradition der sozial-dokumentarischen Fotografie aufs Beste fortschreiben und damit eine Fotografie vertreten, die bei aller Demokratisierung des Bildes, wie wir sie heute erleben, weiterhin uneingeschränkt ihre Bedeutung hat und haben wird. Dass Jürgen Escher und Christian Frevel ihr Buch den Fahrern der Tshukudus, den ›Helden des Kongo‹ gewidmet haben, passt zum Geist dieses bemerkenswerten Buches.«

Dank an Denis und Anna für das Okay und Enno für diese tolle Besprechung!

Für mich war und ist die Photonews die führende Zeitung für Photographie in Deutschland, sie erscheint monatlich im großen Format und ist im gut sortierten Buchhandel für 3,30 € erhältlich. Ich bin seit der 1. Ausgabe 1989 treuer Abonnent und freue mich jeden Monat auf die fundierten Beiträge und inspirierenden Fotostrecken. Wenn Sie auch die Photonews (33 € im Jahr) abonnieren wollen, hier ist der Link dazu!

Wenn Sie mein neues Buch noch nicht besitzen, dann können Sie es auf meiner Webseite direkt bestellen. Hier geht es direkt zum Shop!

Heute ist der Tag der Pressefreiheit 2018

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Wandbild

Heute ist der Internationale Tag der Pressefreiheit! Ein Tag, an dem sich Jeder mal überlegen sollte, was es für Ihn bedeutet, von Journalisten über die Ereignisse in der Welt umfassend informiert zu werden!

Seit über einem Jahrzehnt bin ich Mitglied der Organisation »Reporter ohne Grenzen«, die heute die aktuellen Zahlen im Barometer 2018 veröffentlicht hat:

Getötet wurden in diesem Jahr: 14 Journalisten , 2 Medienmitarbeiter  und 4 Blogger und Bürgerjournalisteten. Über 300 Journalisten, Medienmitarbeiter, Blogger und Bürgerjournalisten sitzen in Haft.

Dieses Jahr haben also schon wieder etliche Kollegen und Kolleginnen bei der Ausübung ihrer Arbeit ihr Leben lassen müssen, oder die über 300 Kollegen und Kolleginnen, die oft ohne Anklage Monate bzw. Jahre im Gefängnis sitzen.

Gerade wurden wieder in Afghanistan  9 Kollegen  getötet, als sie unterwegs zu einem Selbstmord-Attentat in Kabul waren. Ein zweiter Selbstmord-Attentäter hatte sich getarnt mit einer Kamera unter die Journalisten gemischt und dann seine Bombe gezündet! Insgesamt kamen bei beiden Anschlägen über 25 Menschen um und 45 wurden verletzt. Die Terrororganisation IS bekannte sich zu beiden Anschlägen.

In vielen Teilen der Welt würden die Menschen alles dafür geben, die Pressefreiheit zu bekommen. Wir haben sie, und wie gehen wir damit um? Lamentieren an den Stammtischen über die sogenannte »Lügenpresse«, oder konsumieren (noch immer) die grauenvolle Bildzeitung. Ich werde es nie verstehen, wie Menschen freiwillig diese Zeitung kaufen und lesen können!?

Georg Baselitz, der große deutsche Künstler hat dem Tag der Pressefreiheit ein Bild gewidmet und folgendes dazu gesagt:

»Presse und Kunst gehören nicht in die Obhut des Staates. Wer anderes propagiert, manövriert die freie Gesellschaft ins Verderben.«